Erstmals 42.195 Meter

Thema: Moderne

Die heute gültige Marathondistanz hat sich erst im Laufe der Jahre sozusagen per Zufall etabliert. Aufgrund der Legende des ca. 40 Kilometer Laufes des Soldaten Pheidippides lief der erste Marathonsieger der Geschichte dementsprechend noch eine kürzere Distanz. Bis 1921 gab es keine einheitliche Streckenlänge und alle Läufe, die um die 40 Kilometer lang waren, galten als Marathon.

Die Strecke variierte je nach den örtlichen Gegebenheiten. Sogar bei den olympischen Spielen wurde kein einheitliches Streckenmaß festgelegt. So lief man im Jahre 1900, bei den Spielen in Paris 40.2 Kilometer. Bei den Olympischen Spielen 1908 in London wurde erstmals die heute gültige Streckenlänge gelaufen. Die Strecke vom Schloss Windsor bis zur königlichen Loge im Wembley Stadion betrug exakt 42,195 Kilometer. Wesentlichen Einfluss für die heute gültige Streckenlänge hatte Dorando Pietri, der in seinem dramatischen Lauf aufgrund unerlaubter Hilfe am Ziel als Schnellster Läufer disqualifiziert wurde.

Es bedurfte jedoch noch weitere 13 Jahre, bis 1921 vom Internationalen Leichtathletikverband die heutige Marathondistanz endgültig festgelegt wurde. Erstmals seit den olympischen Spielen von Paris 1924 wird auch der olympische Marathonlauf über diese Entfernung ausgetragen.

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